Yellowknife und die Nordlichter

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Im Februar haben wir all unsere warmen Sachen eingepackt und haben uns auf den Weg nach Yellowknife gemacht. Dort oben kann es schon mal um die -40 Grad (in Worten: minus vierzig) werden. Zum Glück hatte das Wetter es über unser Wochenende gut mit uns gemeint und es waren Topwerte von nur -23 Grad erreicht worden. Jedoch mit leichtem Wind, so dass es gefühlt -28 Grad waren.

Am Freitag Abend sind wir aus Calgary über Edmonton nach Yellowknife geflogen. Trotz verspäteter Abreise aus Calgary hat alles gut geklappt. Die Maschine in Edmonton hat auf uns gewartet und stand direkt am Gate neben dran. Damit also alles recht bequem und einfach. Am Flughafen in Yellowknife den Wagen in Empfang genommen und ab ins Hotel. Lange draußen bleiben will man nicht freiwillig.

Ausgeschlafen am nächsten Tag ging es auf die Ice Road zur Nachbargemeinde Dettah. Viel zu sehen gibt es dort nicht, aber das Erlebnis über den zugefrorenen See (Great Slave Lake – 27.048 km2 groß!) zu fahren und offizielle Straßenschilder zu sehen war schon sehr besonders.

Danach ging es zum Bush Pilots Monument von wo aus man einen tollen Blick über den See und Yellowknife hat.

Langsam etwas hungrig sind wir ins Bullocks Bistro gefahren. Ein uhriges Restaurant, fangfrischer Fisch vom Eisfischen wird von Rinata super lecker zubereitet und auch der Eintof war sehr lecker. Im Bullocks Bistro ist es sehr ungezwungen und die Bestellung wird Rinata auch gerne mal über den Tresen geschrien, wenn sie dich direkt fragt. Es war super schön dort gewesen.

Gut gesättigt sind wir dann zu Buffalo Airways gefahren – bekannt aus der TV-Serie Ice Pilots NWT. Und da stand dort wirklich eine DC-3 Maschine. Im Souvenirshop haben wir dann Sue getroffen – ursprünglich aus Schleswig-Holstein und nun in Yellowknife. Sie hat uns angeboten am Montag eine Besichtigungstour zu machen und mit Glück würden wir vielleicht auch auf Joe, den Inhaber und Mickey, seinen Sohn treffen. Wir haben uns dann für Montag Nachmittag verabredet und sind wieder zurück ins Hotel, um uns für unsere Nordlichter-Tour vorzubereiten.

Da der Himmel tagsüber durchgehend bedenkt war und auch die Vorhersage für die Nacht nicht besser war, waren wir schon etwas traurig gewesen. Da machen wir schon so eine tolle Reise und sehen dann doch nicht die Nordlichter. Da die Tour nun aber mal gebucht war, haben wir uns dick eingepackt auf den Weg gemacht. Gemeinsam mit 20 Chinesen und unserem taiwanesischen Tourguide mit gebrochnem Englisch ging es hinaus in die Wildnes. Und schon 5 Minuten nachdem wir Yellowknife verlassen hatten, zeigten sich wunderschön die Nordlichter. Es war atemberaubend. Nach gut 40 Minuten Busfahrt hielt der Bus irgendwo im nirgendwo und wir wurden mir einem Auto zu einer kleinen Hütte auf einem See gefahren. Die kleine Holzhütte hatte zwei Öfen und war somit kuschelig warm gewesen. Draußen zeigten sich die Nordlichter in tollen Formationen. Einfach toll. Leider war nach 30 Minuten das Schauspiel am Himmel zu Ende, da es sich zugezogen hatte. Mit einem heißen Kakao und Schokoriegel warteten wir in der Holzhütte und hofften, dass der Himmel wieder aufklart. Und wir hatten Glück, kurz bevor wir uns auf den Weg zurück nach Yellowknife machen wollten, zeigten sich die Nordlichter erneut in ihrer grünen Farbenpracht. Wir waren begeistert von diesem Naturschauspiel.

Am Montag haben wir uns das Parlament von Yellowknife angeschaut und hatten eine sehr interessante Führung durch das Gebäude. Seit Gründung gibt es eine Machete, die zur Verteidung der Regierung bei jeder Versammlung anwesend ist – sogar bis heute. Ob sie jemals im Einsatz war ist nicht überliefert. Nach dem Rundgang ging es zur nächsten Besichtigung. Die Fluggesellschaft Buffalo Airways. Hier wird und vorallem kann auch noch an den Maschinen geschraubt werden. Der Passagierbetrieb ist zur Zeit leider eingestellt ansonsten hätten wir uns in eine der alten Maschinen gesetzt und wären nach Hay River und wieder zurück geflogen. Dieser Spaß wurde uns zwar vergönnt, aber die Maschinen aus nächster Nähe zu betrachten und das Maschinenöl zu riechen war auch schon ein Erlebnis. Leider waren Joe und Mickey nicht da gewesen. Dafür kann man sich ja Serie anschauen. Die Besichtigung war ein echtes Highlight!

Zum Schluss unserer Reise ging es noch ins Schwimmbad wo das „Family Swimming“ um 15 Uhr began. Wir waren schon 10 Minuten früher umgezogen, durften jedoch nicht früher ins Wasser. Da wird genau nach Vorschritt gebadet. Es ist ja schon grundsätzlich für uns schwer nachzuvollziehen, dass es nur bestimmte Zeiten gibt, wo man schwimmen gehen kann und nicht wie in Deutschland man jederzeit gehen kann.

Nach dem Schwimmen haben wir uns noch im Steakhouse gestärkt und dann ging es mit einem Direktflug nach Calgary wieder nach Hause.

Es war ein tolles und wunderbares Wochenende und wir haben es hoch im Norden sehr genossen.

Bilder könnt ihr hier sehen.

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